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VP-Bereitschaft ArtikelDie Volkspolizei-Bereitschaften (VPB), meist VP-Bereitschaften oder ca. Bereitschaftspolizei genannt, gehörten zu den kasernierten Einheiten des Ministerium des Inneren (MdI) der DDR. Sie unterstanden dem Stellvertreter des (Innen-)Ministers Kampfgruppen / Bereitschaften. Die VPB gehörten nicht zu den Dienstzweigen der Deutsche Volkspolizei (DVP).
Die VP-Bereitschaften waren militärische Formationen, die neben dem Wachregiment "Feliks Dzierzynski" des Ministerium für Staatssicherheit (Divisionsstärke, nicht ca. in Berlin), den Hundertschaften der Kampfgruppen der Arbeiterklasse und den Truppenteilen der Nationalen Volksarmee (NVA) bestanden. Man kann in gewisser Weise die Zentralen Kräfte Schutzpolizei (ZKS), die militärisch strukturiert und mit der Kalaschnikow AK-47 ausgerüstet waren, hinzurechnen.
Ihre Angehörigen leisteten Wehrdienst, keinen Wehrersatzdienst, wurden über die Wehrkommandos der NVA einberufen, in deren Reserve nach Ableistung des Wehrdienstes eingegliedert und für Mob.-Einheiten der Kasernierten Einheiten des MdI oder Einheiten eines VPKA (VP-Kreisamt) bzw. BDVP (Bezirksbehörde) eingeplant. Wehrübungen erfolgten in diesen Mob.-Einheiten. Sie erhielten Sold in Höhe der NVA-Vergütungen. Eine VP-Bereitschaft war in der Verteidigung aufgrund ihrer Bewaffnung gefechtsstärker als ein Mot.-Schützen Bataillon der NVA (ohne Verstärkungsmittel).
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- 22.09.1948 Bildung der Hauptabteilung Grenzpolizei/ Bereitschaften bei der Deutschen Verwaltung des Inneren ( DVdI) und Aufstellung von kasernierten Bereitschaften.
- 1949 wurden in den Ländern Wachbataillone unter Integration der bestehenden kasernierten Bereitschaften aufgestellt.
- 1952 wurden Kompanien der Wachbataillone dezentral in den Ländern stationiert und den Volkspolizeikreisämtern (VPKA) unterstellt. Sie sollten jeden Einsatzortes in maximal zwei Stunden erreichen.
- ab Juli 1952, mit Umwandlung der Ländern in vierzehn Bezirke, wurden die Wachkompanien den jeweiligen Bezirksbehörden der Deutschen Volkspolizei (BDVP) unterstellt.
- 01.07.1952 neben den bestehende Wacheinheiten wurden die bestehenden VP-Bereitschaften in die Kasernierte Volkspolizei (KVP) umgewandelt. Aus der KVP entstand ab 18.01.1956 die NVA.
- 1953 in dem Ergebnis der Unruhen am 17.06.1953 wurden die Wacheinheiten und Bereitschaftskommandos der Grenzpolizei aufgelöst und aus dem Bestand große VP-Bereitschaften formiert. Sie wurden der Abteilung Ausbildung und Schulung der Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei (HVDVP) unterstellt.
- 1955 zusätzliche Aufstellung von Sicherungseinheiten und motorisierten Einheiten der Bereitschaftspolizei, die dem MdI direkt unterstellt wurden.
- 1955-1957 Das MfS unterhält ebenfalls kasernierte Sicherungstruppenteile ( 15 Tausend Mann), neben dem Wachregiment.
- 1956 mit Umwandlung der KVP in die NVA wurden aus den verbliebenen VP-Bereitschaften Technische Bereitschaften gebildet.
- 01.11.1956 Unterstellung der Bereitschaften unter das MfS.
- 15.02.1957 Zurückunterstellung unter das MdI .
- 1957 Aufstellung von zehn (großen) Bereitschaften. Sie unterstanden dem Kommando der Bereitschaftspolizei in dem MdI .
- 13.08.1961 VP-Bereitschaften sichern mit den Kampfgruppen den Mauerbau bzw. bauen diese. Die NVA und Divisionen der Sowjetarmee verbleiben in Bereitschaftsräumen um Berlin.
- 1962 Umwandlung der großen Bereitschaften in 21 VP-Bereitschaften in dem Ergebnis des am 24.01.1962 verabschiedeten Wehrpflichtgesetzes. In dem April 1962 rückten erste Wehrpflichtige ein.
- ab 1962 ca. kleinfügige Veränderungen in der Struktur und keine in der Unterstellung.
- 3.10 1990 die VP-Bereitschaften und die Dienststelle Blumberg werden durch den Bundesgrenzschutz übernommen und Teile von ihnen, ohne die Grundwehrdienstleistenden und Unterführer auf Zeit, zur Bereitschaftspolizei der neuen Bundesländer umgewandelt.
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Die Aufgaben der VP-Bereitschaften | |
Die Aufgaben der VP-Bereitschaften ergaben sich aus dem zweiten Teil des Gesetzes über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei (DVP) vom 11. Juni 1968. Folgende Paragraphen werden dort zutreffend für die Kasernierten Einheiten des MdI ausgeführt:
- § 7 Aufgaben
- (1) Die Deutsche Volkspolizei hat die öffentliche Ordnung und Sicherheit jederzeit zuverlässig zu gewährleisten. Ihr obliegt es in dem Rahmen ihrer Zuständigkeit:
- ...
- b) anderen Gefahren vorzubeugen und Störungen zu beseitigen, die das Leben oder die Gesundheit von Menschen sowie das sozialistische, persönliche oder private Eigentum bedrohen oder in anderer Weise die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigen.
- ...
- j) die in dem Rahmen der Landesverteidigung übertragenen Aufgaben zu erfüllen.
- ...
- (2) Bei Gefahren oder Störungen, für deren Abwehr oder Beseitigung andere Staatsorgane zuständig sind, hat die Deutsche Volkspolizei auch tätig zu werden, wenn ...
Der Minister des Innern und Chef der DVP erließ auf dieser gesetzlichen Grundlage Weisungen, insbesondere den "Befehl 0020/...", in denen die Aufgaben für die Kasernierten Einheiten festgelegt waren.
- Der "§ 7 (1) b" war Grundlage für Handlungen in dem Frieden und
- der "§ 7 (1) j" für die Vorbereitung auf und den Handlungen in dem Spannungs- und Verteidigungszustand.
Im "Befehl 0020/79" hieß es dazu:
- "Die VP-Bereitschaften sind kasernierte, vollmotorisierte, nach militärischen Prinzipien organisierte und geführte Einheiten der DVP."
(Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften in dem System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 5)
Der Schwerpunkt ihrer Ausrichtung Ende der 1960er Jahre, Bekämpfung hinter der Front operierender Diversions-Aufklärungsgruppen in Kriegszeiten, verschob sich stets mehr zugunsten einer Befähigung zur Aufgabenerfüllung bei der Beseitigung von "Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit".
Die VPB gehörten nicht zu den Dienstzweigen der VP. Darum treffen die anderen Abschnitte des §7 VP-Gesetz nicht zu. Eine VPB bzw. eine Kompanie wurde zeitlich begrenzt einem Leiter eines VP-Kreisamtes unterstellt, wenn deren "Zentrale Kräfte Schutzpolizei" (Schützenzüge) für die Aufgabenerfüllung nicht ausreichten. Die Kompaniechefs bzw. Zugführer erhielten ihre Befehle vor Ort durch einen Einsatzleiter (VP-Offizier) des jeweiligen VP-Kreisamtes (VPKA), der auch die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften zu gewährleisten hatte. Eine Aufteilung unterhalb der Schützengruppe, d.h. ein selbständiger Einsatz eines Wehrpflichtigen, war durch Ministerbefehl verboten. Eine Ausnahme waren die halbjährlich an einem Tag stattfindenden Werbungsmaßnahmen auf einem VPKA für den Dienst in der Volkspolizei.
Der "Befehl 0020/89" als Nachfolgeweisung, Einsatzaufgaben der Kasernierten Einheiten des MdI für den Fünfjahresplanzeitraum 1990-95, geht von einer stets unzufriedener werdenden DDR-Bevölkerung aus.
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Kasernierte Einheiten und deren Standorte | |
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Es existierten mehr als 21 VP-Bereitschaften, davon waren fünf in unmittelbarer Nähe von Berlin disloziert.
- 17.-19. VPB und NaB (Nachrichten-) in Basdorf bei Berlin und die SE (Sicherungseinheit/ DSt.Blumberg, Bau- und Wachbataillon) bei Gielsdorf
Außerdem waren dem 1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI weitere Kasernierte Einheiten unterstellt.
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Dislozierung ( Standorte der Kasernen ) | |
Die VP-Bereitschaften waren in Bezirksstädten bzw. in der Nähe von urbanen Ballungsgebieten verteilt. Eine der in einer Kaserne untergebrachten VP-Bereitschaften war dem Chef BDVP operativ unterstellt, die weiteren Bereitschaften standen unter dem Führungsvorbehalt des Innenministers und Chef der DVP.
| 1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI
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| Nennung
| Name
| Ort
| Einsatzraum
| Unterstellung
| Bemerkungen
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| 9. VP-Kp. | ...
| Potsdam-Eiche
| DDR | 1. Stv. C-Stab /MdI
| Anti-Terror-Einheit (Pedant zur GSG-9 /BGS) 1
|
| Hs.-Einheit | ... | Diepensee
| DDR | 1. Stv. C-Stab /MdI
| Unterstützung der Dienstzweige der VP
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| DSt. Blbg. | Dr. Richard Sorge
| Freudenberg
| Bezirk Frankfurt/O | 1. Stv. C-Stab /MdI
| unterirdischer Gefechtsstand - Innenminister
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Abkürzungen: Blbg.: DSt. 1 Diensteinheit IX
| Blumberg (Tarnbezeichnung) Dienststelle = Truppenteil nicht identisch, Dienstzweige /BDVP's (SEK's)
| Hs. C-Stab MdI VP
| Hubschrauber Chef des Stabes des MdI Ministerium des Innern Volkspolizei
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| Stellvertreter des Ministers Kampfgruppen / Bereitschaften
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| Nr.
| Nennung
| Ort
| Einsatzraum
| Unterstellung
| Name
| Bemerkungen
|
| 1. | VPB | Schwerin
| Bezirk Schwerin | C-BDVP
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
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| 2. | VPB | Stralsund
| Bezirk Rostock | C-BDVP
| ... | ...
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| 3. | VPB | Potsdam-Eiche
| Bezirk Potsdam | C-BDVP
| ... | ...
|
| 4. | VPB | Magdeburg
| Bezirk Magdeburg | C-BDVP
| Wilhelm Piek... | ...
|
| 5. | VPB | Leipzig
| Bezirk Leipzig | C-BDVP
| ... | ...
|
| 6. | VPB | Halle
| Bezirk Halle | C-BDVP
| Hans Beimler... | Reservisten-Ausbg.
|
| 7. | VPB | Erfurt
| Bezirk Erfurt | C-BDVP
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 8. | VPB | Dresden
| Bezirk Dresden | C-BDVP
| ... | ...
|
| 9. | VPB | K.-Marx-Stadt
| Bezirk K.-Marx-Stadt | C-BDVP
| Ernst Schneller | ...
|
| 10. | VPB | Rudolstadt
| Bezirk Gera | C-BDVP
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 11. | VPB | Magdeburg
| DDR | Minister
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 12. | VPB | Halle
| DDR | Minister
| Bernhard Koenen... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 13. | VPB | Meiningen
| Bezirk Suhl | C-BDVP
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 14. | VPB | Neustrelitz
| Bez. Neubrandenburg | C-BDVP
| ... | ...
|
| 15. | VPB | Eisenhüttenstadt
| Bezirk Frankfurt/ O. | C-BDVP
| ... | ...
|
| 16. | VPB | Cottbus
| Bezirk Cottbus | C-BDVP
| Georgi Dimitroff | ...
|
| 17. | VPB | Basdorf
| DDR | Minister
| Conrad Blenkle | ...
|
| 18. | VPB | Basdorf
| Bezirk Berlin | Präs. PDVP
| ... | Ausbg. vorverpflicht.Polizisten; Einnahme W-Bln.
|
| 19. | VPB | Basdorf
| Bezirk Berlin | Präs. PDVP
| Robert Uhrig | Ausbg. vorverpflicht.Polizisten; Einnahme W-Bln.
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| 20. | VPB | Potsdam
| DDR | Minister
| ... | Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
|
| 21. | VPB | Leipzig
| DDR | Minister
| ... | ...
|
| Weitere Kasernierte Einheiten und Truppenübungsplätze
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| Nr.
| Nennung
| Ort
| Einsatzraum
| Unterstellung
| Name
| Bemerkungen
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| (22.) | NaB | Basdorf
| DDR | StM Na.
| ... | Sicherstellung Führungsverbindungen
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| (23.) | SE | Gielsdorf
| (Strausberg) | Ltr.DSt.Bbg.
| ... | Sicherung Gefechtsstand - Innenminister
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| 10. | Kp. | Bln-Blankenbg
| DDR | StM VD
| ... | Verpflegungsversorgung
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| - | Na.-Kp. | Dommitsch
| DDR | StM Na.
| ... | Ausbg. Unterführer ( Uffz.)
|
| - | TüP-I | Belzig
| DDR-Süd | StM KG/B
| ... | ...
|
| - | TüP-II | Neuruppin
| DDR-Nord | StM KG/B
| ... | ...
|
| - | TüP-Kroppen | TüP-OHS
| Kroppen | OHS
| Kdr. OHS | ...
|
| - | OHS | Dresden
| DDR | StM KG/B
| ... | Ausbildung Truppenoffiziere
|
| Abkürzungen: | . | StM
| Stellvertreter des Ministers
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| DVP | Deutsche Volkspolizei | KG/B
| Kampfgruppen der Arbeiterklasse/ Bereitschaften
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| PDVP | Präsidium der DVP Berlin | Ltr. Dst.
| Leiter Dienststelle ( Oberst der VP)
|
| BDVP | Bezirksbehörde der DVP | Ltr.VPKA
| LeiterVPKA ( Oberstleutnant der VP)
|
| VPB | Volkspolizei-Bereitschaft | K-VPB
| Kommandeur ( Oberstleutnant der VP)
|
| SE
| Sicherungseinheit (Baueinheit und VPB)
| StKuSC
| Stellv. des K u. Stabschef ( Major der VP)
|
| VPKA | VP-Kreisamt | KC
| Kompaniechef ( Major der VP)
|
| TüP | Truppenübungsplatz | Na | Nachrichten (Führungsverbindungen)
|
|--
! colspan="6" bgcolor="#0088FF"| Transportpolizei-Einsatzkompanien/Bereitschaften
|-----
! Nr.
! Nennung
! Ort
! Einsatzraum
! Unterstellung
! Bemerkungen
|-----
| 1. || TP-Kp.(B)|| Bad Kleinen
| Bezirk Schwerin || C-BDVP
| ...
|-----
| 2. || TP-Kp.(B)|| Pasewalk
| Bez. Neubrandenburg || C-BDVP
| ...
|-----
| 3. || TP-Kp.(B) || Eisenhüttenstadt
| Bezirk Frankfurt/ O. || C-BDVP
| ...
|-----
| 4. || TP-Kp.(B)|| Cottbus
| Bezirk Cottbus || C-BDVP
| ...
|-----
| 5. || TP-Kp.(B)|| Tharandt
| Bezirk Dresden || C-BDVP
| ...
|-----
| 6. || TP-Kp.(B)|| Naumburg
| Bezirk Halle || C-BDVP
| ...
|-----
| 7. || TP-Kp.(B)|| Spröda
| Bezirk Leipzig || C-BDVP
| ...
|-----
| 8. || TP-Kp.(B)|| ?
| Bezirk ? || C-BDVP
| nach 1975 aufgelöst ?
|}
Abkürzungen: TP
| Transportpolizei
| Kp. B
| Kompanie Bereitschaften
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Struktur einer VP-Bereitschaft | |
Eine VP-Bereitschaft gliederte sich in
- ein Führungsorgan,
- dem Politorgan,
- dem Stab,
- den Versorgungsdiensten und
- den Einheiten.
Außerdem gab es
- einen Parteisekretär (Bezirksleitung der SED unterstellt)
- einen FDJ-Sekretär (Bezirksleitung der FDJ unterstellt)
- dem Abwehroffizier des MfS (Bezirksverwaltung des MfS unterstellt).
Eine VPB war ein militärisch selbständiger Truppenteil. Die Einsatzeinheiten waren zwei Schützenkompanien und eine Schützenpanzerwagen-Kompanie. Unterstützungseinheiten waren eine Kompanie mit Artillerie- und Panzerabwehrwaffen und die Kampfsicherstellungseinheiten der Stabskompanie ( Aufklärer, Pioniere, Nachrichten usw.
Siehe auch: VPB Struktur
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Die Polizeilichen Handlungen | |
wurden verwirklicht durch
- schutzpolizeilichen Einzeldienst: ca. durch Kräfte der Dienstzweige (Schutzpolizei, ...)
- polizeilicher Ordnungseinsatz: durch Kräfte der Dienstzweige und durch Einheiten der VP-Bereitschaften
- polizeilicher Kampfeinsatz: durch geschlossene Einheiten der Dienstzweige und der VP-Bereitschaften
- Handlungen in dem Rahmen und zur Unterstützung von Formationen und Einsatzkräften der Zivilverteidigung: durch Einheiten der VP-Bereitschaften und durch Kräfte der Dienstzweige der VP
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"umfasst alle Maßnahmen der DVP gegen bewaffnete gegnerische Kräfte und andere verbrecherische Elemente, deren Bekämpfung den Einsatz von Einheiten in dem Interesse der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und
Sicherheit auf dem Territorium der DDR erforderlich macht." (Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften in dem System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 9-14)
Diese Aufgabe sollte umgesetzt werden in den Handlungsarten mit Hilfe
- der taktischen Handlungen und
- durch Einsatzgruppen und Posten.
(Quelle: "DV IX/10" (Ebene Kompanie - Gruppe))
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- Bekämpfung und Vernichtung von subversiven und anderen bewaffneten Kräften des Gegners (durch VP-Bereitschaften)
- Teilnahme an der Zerschlagung gegnerischer Einheiten in wichtigen Richtungen und Räumen (Unterstellung unter NVA-TT/ Feldarmee)
- Freikämpfung wichtiger Objekte (9. Kompanie)
- zeitweilige Sicherung und Verteidigung wichtiger Abschnitte, Räume und Objekte sowie (Unterstellung unter NVA-Truppenteile)
- Sicherung wichtiger Versorgungstransporte auf Schienenwegen“ (Transportpolizei (B) - Einheiten
(Quelle: "DV 30/78" (Ebene BDVP - VPB))
Die taktischen Handlungen und die Einsatzgrundsätze der Einsatzgruppen und Posten waren bestimmt in der "DV IX/10" und den geltenden Vorschriften der NVA.
Siehe auch: VPB Kampfeinsatz
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Polizeilicher Ordnungseinsatz | |
Er sollte "durch geschlossene Einheiten und mit Unterstützung zusätzlicher Kräfte, wie Freiwilliger Helfer der VP, Ordnungsgruppen der FDJ oder GST und anderer organisierter Kräfte der Werktätigen( u.a. Kampfgruppen), durchgeführt werden.
Die Absicht ... besteht in der Verhinderung bzw. Beseitigung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, die das sozialistische Zusammenleben der Bürger, ihr Leben, ihre Gesundheit, Ehre und Würde, den Schutz des gesellschaftlichen und persönlichen Eigentums, den Ablauf des öffentlichen Lebens und der staatlichen Ordnung sowie die allgemeine Sicherheit beeinträchtigen bzw. gefährden." (Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften in dem System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 15-19 sowie "DV 30/78" (Ebene BDVP - VPB))
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Es wurde unterschieden nach Handlungsarten, taktischen Methoden und Einsatzformen. In den Handlungsarten, in dem weitesten Sinne Aufgaben der VPB bei einem Einsatz, wurden die taktischen Methoden und Einsatzformen zur Erfüllung der Aufgabe verwirklicht.
Handlungsarten waren:
- Einsatz zur Beseitigung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit auf Straßen und Plätzen
- Einsatz zur Sicherung von Großveranstaltungen
- Einsatz zur Festnahme flüchtiger Rechtsverletzer (Fahndung)
- Einsatz bei Schadens- und Unglücksfällen sowie bei Katastrophen
Die Einheiten handelten grundsätzlich nicht selbständig, sondern wurden einem Leiter eines VP-Kreisamtes, in Berlin einem VP-Revier, für die Dauer eines Einsatzes unterstellt. Die Wehrpflichtigen durften nicht einzeln eingesetzt werden und wurden durch den Gruppenführer geführt.
Siehe auch: VPB Ordnungseinsatz
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Die Ausbildung in den VP-Bereitschaften wurde auf der Grundlage des Befehls des Ministers des Innern und Chef der "DVP Nr. 062/..." organisiert.
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Ausbildung in den Kasernierten Einheiten des MdI | |
Die Ausbildung in den Kasernierten Einheiten des MdI beinhaltete :
- die Politschulung und
- die Einsatzausbildung
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Sie wurde auf der Grundlage der Direktive 3/.. sowie weiterer Weisungen und Befehle organisiert und durchgeführt. An zwei Tagen (2x8 Stunden) wurde eine Politschulung nachdem Thema der Schulungshefte der NVA durchgeführt. Der Schulungsgruppenleiter (Zugführer in dem Alter zwischen 21- 26 Jahren) mühte sich eine Diskussion herbeizuführen, wobei ihm die auferlegte Thematik häufig auch widerstrebte. Die Wehrpflichtigen betrachteten diese beiden Tage als Erholung, auch weil außer echtem Einsatzalarm kein Vorgesetzter sie einzeln für Aufgaben herauslösen durfte.
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Sie gliederte sich auf in:
- Grundlagenausbildung
- Ausbildung in den Ausbildungszweigen:
- Schießausbildung (mit MPi Kalaschnikow, LMG , Panzerbüchse, Pistole)
- Exerzierausbildung
- Dienstvorschriften
- Körperertüchtigung
- Überprüfungen (Härteteste über 10 km usw.)
- Schul- und Gefechtsschießen sowie Artillerieprüfungsschießen
- taktische Übungen
- Ausbildung in dem Rahmen von Park- und Wirtschaftstagen (Wartung Kampftechnik, Objektreinigung)
- Fachkundeausbildung (Ausbildung in Polizeirecht) in den Einheiten der 17., 18. und 19. VPB (Basdorf, jeweils 1. Kompanie), die Angehörige für den Dienstzweig Schutzpolizei ausbildeten (Vorverpflichtete Wehrpflichtige)
Die Ausbildung wurde in der Wirklichkeit stark reduziert durchgeführt, weil die VP-Bereitschaften als "Dienstleistungskombinate" missbraucht wurden. In dem Winter waren sie in den Braunkohlentagebauen eingesetzt und in dem Sommer in dem Hafen Rostock oder anderen Betrieben.
Stunden wurden häufig doppelt abgerechnet. Abstriche am Umfang der Politschulung durften dennoch nicht gemacht werden. Die Einheiten hatten demzufolge eine kleine Einsatzfähigkeit, weil das 1. Diensthalbjahr ca. über Minimalkenntnisse aus der militärischen Grundausbildung besaß. In dem Fahndungseinsatz gegen flüchtige Sowjetsoldaten, meist Fernaufklärer oder Falschirmjäger, gab es dann auch schon mal Tote (VPB in Rudolstadt). Sobald keine Minusgrade mehr vorherrschten war mindestens täglich ein Sowjetsoldat "unterwegs" in Richtung Sowjetunion (!).
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Das Ausbildungsjahr begann am 1. November des laufenden Jahres und endete am 31. Oktober des folgenden Jahres.
- Das erste Ausbildungshalbjahr begann am 1. November und endete am 30. April.
- Das zweite Ausbildungshalbjahr begann am 1. Mai und endete am 31. Oktober.
Die Ausbildungshalbjahre waren wiederum in drei Ausbildungsabschnitte eingeteilt.
- Erster Ausbildungsabschnitt: November bzw. Mai - Er diente der Grundausbildung der neu Einberufenen und der Zweitausbildung (Panzerbüchse, Sani. usw.) des 2. und 3. Diensthalbjahres, mit dem Absicht, die Züge zu formieren und Aufgaben zu erfüllen.
- Zweiter Ausbildungsabschnitt: Dezember-Februar bzw. Juni-August - Er hatte die Absicht die Geschlossenheit der Einheiten herzustellen und die Wehrpflichtigen zu befähigen unter komplizierten Lagebedingungen und bei hohen physischen Anforderungen alle gestellten Einsatzaufgaben erfolgreich durchzuführen.
- Dritter Ausbildungsabschnitt: März-April bzw. September-Oktober - Er hatte die Absicht die Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen. Er diente der Vorbereitung und Durchführung von Normüberprüfungen,
Einsatzexezieren, Gefechtsschießen (Gruppe, Zug, Kompanie in dem Angriff und in der Verteidigung am Tag und in der Nacht und taktische übungen.
Je Ausbildungshalbjahr wurden ungefähr 1 Tausend Stunden, davon für Ausbildung 500 Stunden zugrunde gelegt.
Die tägliche Ausbildungszeit betrug 7 Stunden mit anschließendem Mittagessen (14.30 Uhr). An Sonnabenden wurden 5 Ausbildungsstunden durchgeführt.
Unterführer wurden bis Mai 1985 an der Unterführerschule Kurt Schlosser in Dresden ausgebildet. Danach fand die Ausbildung entweder in den Einheiten statt oder an der UFS Neustrelitz. Die erfolgreiche Ausbildung endete mit der Ernennung zu dem Unterführer und dem Dienstgrad: Oberwachtmeister.
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Ausbildung von Ausländern und Auslandseinsatz | |
Offiziere der VP-Bereitschaften waren als Militärberater in dem Ausland eingesetzt. So war z.B. 1974 Oberstleutnant d.VP M. in Südjemen zur Bekämpfung regierungsfeindlicher Gruppen. 1980 wurden zwei Nikaraguaner an der Offiziershochschule Dresden auf dem Truppenübungsplatz Kroppen durch Oberstleutnant d.VP L. ausgebildet.
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Aus- und Weiterbildung außerhalb der Kasernierten Einheiten des MdI |
| Org
| Einrichtung
| Ort
| Fachrichtung
| Bemerkungen
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| NVA
| Militärakademie | Dresden
| Mot.-Schützen- u.Panzer-Kdr., Polit.Arbeit, Rückw.Sicherstellg.
| Kommandeure, Stabschefs, Stellv.Kdr. für Polit.Arbeit u. Stellv.Kdr. für Versorg.
|
| NVA
| OHS-Landstreitkräfte
| Löbau | Pionier-, Luftabwehr- u. KCB-Abw.-Offz.
| anschließend Einführungskurs - OHS-Bereitschaften in Dresden
|
| NVA
| Militärmedizin.Sektion | Greifswald
| Truppenärzte
| je Garnisoon ein Truppenarzt, anschließend Einführungskurs - OHS-Bereitschaften
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| KGB
| OHS-Innere Truppen | Moskau
| Innere Truppen
| Weiterbildg. der Absolventen der Militärakademie der NVA (nach 5 J. Truppe)
|
| DVP
| Versorgungsschule | Bautzen
| Waffen, Kfz, B/A
| Unterführer und Offiziere in Kurzlehrgängen
|
| DVP
| Nachrichtenschule | Dommitzsch
| Funk, Fernsprech | Unterführer und Offiziere in Lehrgängen
|
|
|
- Maschinenpistole Kalaschnikow AKmS-47, Umrüstung auf Wieger( NATO-Kaliber) ab 1990 geplant
- Pistole 9 mm Makarow bzw. 7,65 mm CZ-75
- Dragunov SWD mit Absichtfernrohr und Nachtsichtgerät
- Mini-Maschinenpistole 9 mm PM-63
- Leichtes Maschinengewehr LMG-K
- schweres Maschinengewehr PKS
- automatischer Granatwerfer AGS-17
- Panzerbüchse RPG-7 und RPG-18
- Angriffshandgranate RGD-5 und Verteidigungshandgranate F1
|
Artillerie-, Luft- und Panzerabwehrwaffen |
- 82-mm Granatwerfer, Umrüstung auf 120-mm begonnen, Transport [1] (http://www.know-library.net/Robur) Robur Pritschenwagen
- Zwillings-Fliegerabwehrkanonen ZSU-23-2
- rückstoßfreie Panzerabwehrgeschütze SPG-9 (Munition des Schützenpanzers BMP-1, Transport [2] (http://www.know-library.net/Robur) Robur Pritschenwagen oder UAZ fest montiert als Selbstfahrlafette )
|
|
- SPW PSH mit 7,62 und 14,5 mm sMG
- bis 1975: SPW-152 und SPW-40, an Kampfgruppen abgegeben
- SPW-152 mit Minenlegegerät MLG-60 ( Panzerminen)
|
|
- Dienstuniform in der Kaserne war der Kampfanzug (FDA[Felddienstanzug]) der NVA mit dunkelgrünen Schulterstücken, Käppi(Feldmütze) bzw. Stahlhelm der NVA mit Tarnnetz, Stiefel und Dederonkoppel.
- Ausgangsuniform (K1) ( Zivilkleidung war verboten) war Polizeiuniform mit Hose lang und schwarzen Halbschuhen, Schirmmütze, schwarzem Lederkoppel sowie hellgrünen Kragenspiegeln (Dienstzweige der DVP: dunkelgrün).
Unterführer mit drei Jahren ein Winkel, mit 10 Jahren Verpflichtung zwei Winkel am linken Arm der Uniformjacke (Dienstzweige der DVP andere Bedeutung: ein Winkel 5 Jahre "abgedient"). Die Schulterstücke der Wachtmeister und Unterführer der Kasernierten Einheiten wichen ebenfalls in ihrer Gestaltung von denen der Dienstzweige ab.
- Dienstuniform (K2) Stiefelhose und Jacke gehakt.
- Arbeitsuniform (K3) war der Drillich der NVA
- Wartungsuniform für die Schützenpanzerwagen war die Uniform der Panzerbesatzungen der NVA
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Tätigkeit des Abwehroffiziers des MfS | |
Der Abwehroffizier sammelte mit Hilfe von IM's (Inoffizielle Mitarbeiter) Informationen über alle Angehörigen des Truppenteils. Auf jedem Unterkunftszimmer (bis 16 Personen) waren mindestens zwei IM's rekrutiert. Er hatte keinerlei Befehlsbefugnisse gegenüber den Wehrpflichtigen, einschließlich Offiziere. Er konnte gegenüber dem Kommandeur ca. Empfehlungen aussprechen. Dieser mußte sich nicht daran halten, wurde aber von seinem Vorgesetzten disziplinarisch gemaßregelt, wenn die in der Empfehlung benannte Person ein Vorkommnis( Verstoß gegen Vorschriften) tätigte.
Die Abwehroffiziere wurden unter den Offiziersschülern in Dresden als IM's angeworben und nach Ernennung zu dem Leutnant der VP ein halbes Jahr ausgebildet. Anschließend nahmen sie den Dienst in einer VP-Bereitschaft auf (Dienstuniform der VPB's, Dienstbuch MfS).
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